
1.0 Allgemeines
2.0 Ränge
3.0 Ausbildung
3.1 Der Weg in die Academia
3.2 Der Unterricht
3.3 Die Magiearten
4.0 Historische Hintergründe
1.0 Allgemeines
Auszug aus den Ehrungsschriften des Hofhistorikers Galwin Theondris im ZA6 J120
Erbaut und errichtet durch die Hände und den Verstand des allwissenden Marlius. Zurück gekehrt aus den Sphären auf denen sonst nur Götter wandeln, errichtete er, um dem Vergessen der Menschheit entgegen zu wirken: die Academia Neutralis. Ein Ort an dem das Wissen über die Magie wieder gelehrt werden sollte und jenes was Kollus den Wesen vermachte wieder an das Licht der Gegenwart gezerrt werden sollte. Zu Ende sollte die Zeit sein, in der die Magie von dem Staube der Vergangenheit begraben wird.
2.0 Ränge
Folgende Ränge konnten durch das Studium an der Academia Neutralis erreicht werden:
1. Zauberlehrling
2. Zauberer
3. Magus
4. Magier des Ersten Zirkels
5. Magier des Zweiten Zirkels
6. Magier des Dritten Zirkels
7. Erzmagier
8. Mitglied des Inneren Zirkels
3.0 Ausbildung
3.1 Der Weg in die Academia
Es gab zwei Wege, ein Mitglied der Academia Neutralis zu werden.
1. Man bewarb sich bei der Akademie durch einen schriftlichen Antrag. Wurde dem Antrag stattgegeben, sollte dem jungen Lehrling klar sein, dass er keinen persönlichen Meister hat.
2. Ein Meister der Academia Neutralis nahm sich einen persönlichen Schüler auf Grund seines magischen Talentes. Wenn sich dieser als fleißig und strebsam erwies, wurde er in die Academia Neutralis eingeladen und somit zum Zauberlehrling. Ab dem Zeitpunkt der Aufnahme war es dem Zauberlehrling gestattet, bei einem beliebigen Meister Unterricht zu nehmen.
Schriftliche Bewerbung zur Aufnahme an der Academia
• Die Bewerbung an der Academia musste schriftlich beim Sekretär eingereicht werden
• Sollte die Bewerbung den Ansprüchen der Academia genügen, so wurde der Bewerber zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen, in der sein schon vorhandenes Wissen abgefragt wurde.
• War die Aufnahmeprüfung bestanden, wurde der Bewerber in den Stand des Adepten gehoben und bekam eine Robe in der Farbe der Academia.
Folgendes musste in einer Bewerbung stehen:
• E-Mail des Absenders
• Name des Charakters
• RP- Geschichte (Charstory) mit folgenden Angaben
• Wie entdeckte der Charakter seine Begabung zur Magie?
• Wo ist er geboren?
• Wie hat er zur Academia gefunden?
• Warum möchte er der Academia beitreten?
3.2 Der Unterricht
Grundsätzlich war es dem Zauberlehrling freigestellt, von welchem Meister er sich unterrichten lies. Auch konnte er Unterricht bei mehreren Meistern haben um sich verschiedene Zaubertechniken anzueignen. Dieser Art von Unterricht war bei Zauberern recht beliebt.
1. Vorlesungen: Zum einen gab es so genannte Klassen. Hier fand Unterricht in einer Gruppe und zu einem bestimmten Zeitpunkt statt. Streng nach dem vorgegebenen Unterrichtsplan der Akademie hielt der Meister vor seinen Schülern die Vorlesung über ein bestimmtes Thema, welches von theoretischer Natur war. Diskussionen zwischen Meister und Schüler während der Vorlesung waren eher selten. Für den Grundkurs war diese Form Pflicht.
2. Der persönliche Unterricht: Wer sich bei der Academia Neutralis schriftlich beworben hatte, war Anfangs nicht in der glücklichen Lage, einen persönlichen Meister, auch Mentor genannt, zu haben. Diesen Vorzug konnte sich der Lehrling allerdings erarbeiten, indem er spezielle Aufgaben (Hausaufgaben) übernahm. Diese Aufgaben konnten verschiedener Art sein und waren abhängig vom Meister, der sie dem Schüler stellte.
Ein Lehrling, der von der Academia eingeladen wurde, hatte von Anfang seinen Mentor. Dieser hat ihn schließlich der Academia empfohlen und war somit automatisch der Mentor des Schülers. Der große Vorteil des persönlichen Unterrichts liegt auf der Hand, denn der Schüler hatte einen Ansprechpartner für seine Probleme und Fragen rund um die Magie. Man bekam praktischen Unterricht am Objekt (Anschauungsunterricht) und man konnte verschiedene Themen rund um die Magie diskutieren.
3. Spontaner Unterricht: Jedem Meister der Academia Neutralis stand es frei, einem Mitglied der Academia (egal welchen Ranges) spontan Unterricht angedeihen zu lassen. Dieser musste nicht immer in den Räumlichkeiten der Academia stattfinden. Meist fand diese Art des Unterrichtes sogar unter freiem Himmel am Rande einer Stadt oder an einem gemütlichen Lagerfeuer statt. Man könnte auch sagen, es war Unterricht aus "dem Stehgreif".
Selten behandelte man hier komplexe Themen, eher wurden hier kleinere Fehler, die beim Ausführen eines Zaubers gemacht wurden, beseitigt. Wie umfassend dieser Unterricht war entschied immer der Meister.
3.3 Die Magiearten
Anerkannte Magie: Ist Magie, die als Wissenschaft anerkannt wurde und dementsprechend einen festen Platz an der Academia eingenommen hatte.
Elementar-Magie: Elementaristen sind seit jeher von den Elementen fasziniert. Durch Ihr intensives und langes Studium der Elemente sind sie in der Lage, ihre meist todbringenden Effekte nachzuahmen. Sie sind somit die wohl am meisten kampforientierte Klasse. Ihre Forschungen erstrecken sich hauptsächlich auf praktische Anwendungsgebiete.Ihre ersten Erfahrungen mit Magie sammeln Elementaristen oft, indem es ihnen zum Beispiel intuitiv gelingt, ein Feuer zu entzünden. Oft geht aber auch eines ihrer Geschwister in Flammen auf.
Hochenergetische Magier: Theurgen sind Hochenergiemagier und sie beschäftigen sich mit der reinen Magie. Sie sind der Archetyp andurischer Wissenschaftler, penibel, verschroben, erfindungsreich. Ihre Forschungsgebiete erstrecken sich von Riss- und Portalmagie über Gefügetheorie bis hin zur Bildung von Elementarwesen.Ihre ersten Erfahrungen mit Magie sind nicht so explosiv wie das bei Elementaristen der Fall ist. Manchmal sind es Bauernsöhne und sie vertrieben einen Fuchs einfach durch Willenskraft, oder die Rüben wuchsen schneller.
Energetische Elementar-Magie: Auch ein Eldritch widmet sich der Magie an und für sich, jedoch hat er ein praktischeres Verständnis zur Magie, als es beim Theurgen der Fall ist. Es gelingt ihm zum Teil, die Magie als Waffe einzusetzen. Er bildet somit eine Mischform zwischen dem Elementaristen und dem Theurgen.
Mental-Magie: Mentalisten beschäftigen sich mit dem Geist der Wesen und damit, ihn zu beeinflussen. Indem sie Ihren Opfern vorgaukeln, sie können sich nicht bewegen, geschieht dies tatsächlich. Oft waren Mentalisten in ihrer Vergangenheit etwas schamlose Personen, die durch einen treuen Blick und etwas Gewimmer immer bekommen haben, was sie wollten, und es klappte sogar etwas öfter als bei ihren Altersgenossen. Durch weiteres Studium und erforschen des Geistes gelingt es ihnen sogar, tief in den Geist von Fremden einzudringen und ihn nicht nur zu manipulieren, sondern auch zu lesen. Sie bilden damit sicher einen nützlichen Beisitz vor Gericht.
Kabbalistische Magie: Kabbalisten interessiert die Wissenschaft nicht. Was sie wollen, ist pure, magische Macht. Meist wurden sie daher schon in jungen Jahren von ihren Familien verstoßen. Oft nährt diese Wesen ein tiefer Schmerz oder auch Hassgefühle, doch dies muss nicht zwingend der Fall sein.Kabbalisten haben sich darauf spezialisiert, den Geist eines Wesens möglichst effektiv zu zerstören und so tun sie es oft bei wehrlosen Tieren oder auch Geschwistern.
Neutrale Magie: Bezeichnete nicht anerkannte, aber leidlich geduldete Magie.
4.0 Historische Hintergründe
Gegründet wurde die Academia Neutralis von dem avalonischen Erzmagus Marlius Perekus im J60 ZA6. Der damalige Absolvent der avalonischen Magieschule zeigte schon immer ein magisches Potential, welches das anderer Halbelfen bei weitem überragte. Marlius Perekus gelang es zudem, im relativ jungen Alter von 36 Jahren, den Titel eines Erzmagus zu erringen. Er war der jüngste, bekannte Erzmagus in der andurischen Geschichte. Im laufe seiner folgenden Lebensjahre setzte Marlius sich mit weiteren, intensiven Studien über die elementaren Magien auseinander, die Gleichzeitig auch sein Fachgebiet waren.
Marlius selbst wurde im Laufe der folgenden Jahre, durch viele seiner Bücher, bekannt und sammelte, neben seinen Lehrlingen, viele weitere Anhänger seiner magischen Forschungen und Thesen. Der große Durchbruch, der ihn jedoch für ewig in die Grundfesten der magischen Theorien verankerte, war die Theorie über das elementare Gefüge, welche alle drei streng getrennten Bereiche der Neutralmagischen Einflüsse zusammenfallen ließ. Einzelheiten über diese Theorie können in jeder magischen Bibliothek nachgelesen werden und sind hier vorerst ohne Bedeutung. Ein grober Umriss ihrer Inhalte ist jedoch nötig, um die Entstehung der Academia Neutralis zu begründen.
Die Theorie über das Zusammenwirken sämtlicher magischer Energien und ihren gegensätzlichen Aufbau im elementaren Gefüge von Abendwind ermutigte viele andurische Magier erstmals dazu, Magien unterschiedlicher Zweige zusammenfließen zu lassen. Somit war der Elementarismus nun nicht mehr die einzige Schule, die Eigenschaften von Kollus mit denen von Uratus kombinieren, verbinden und aussprechen musste. Vielmehr zeigte sich, dass die Magie stärker mit den elementaren Auswirkungen im Gefüge der Welt verbunden war. Dies war der erste Schritt, die Magier aller möglichen Richtungen dazu veranlassten zur dauerhaften Forschung und zum dauerhaften Lernen zusammenzukommen.
Zur Erforschung seiner Theorien hatte Marlius Perekus selbst das elementare Gefüge von Abendwind betreten. Viele der Beobachtungen die er dort tätigte sind bis heute in der Academia Neutralis selbst unter Verschluss gehalten. Die meisten von ihnen sind selbst für die hochrangigsten Magier unverständlich. Dennoch waren Marlius Expeditionen in das Gefüge, zusammen mit den Ergebnissen seiner Forschung, der ausschlaggebende Grund für die Gründung der Academia Neutralis. Als Marlius bekannt gab, dass er die Academia Neutralis in Camelot, der Herzen von Andurien bauen würde, gab es zunächst einen Tumult in Avalonien, der jedoch Abklang, als Marius beteuerte, dass es eine Notwendigkeit wäre die Magie, auch weit abseits der avalonischen Provinz, zu verbreiten.
Bis zur Gründung der Academia Neutralis, war Avalonien selbst das Zentrum jedweder Magie in Andurien gewesen. Die Menschen reisten von weit her an, um an den hiesigen, vielfältigen Schulen Magie zu lernen. Außerhalb der Provinz, gab es meist nur ein paar wandernde Magi, die einzelne Schüler unter weniger akademischen Umständen unterrichteten.
Die ersten fünf Jahre nach der Gründung der Academia Neutralis bleib Marlius der Direktor. Kurze Zeit später verschwand er jedoch. Man vermutete, dass er an einen fernen Ort, während seiner Forschungen, am Alter verstarb und seine Ergebnisse nicht mehr mitteilen konnte oder dass er bei einer Expedition in das Gefüge starb. Es gab jedoch wenige Stimmen die behaupteten, dass der Erzmagus noch lebe und auf eine Zeit großer Not wartet, in der er zurückkehren würde. Dennoch, sein Vermächtnis, die Academia Neutralis, war damals das Zentrum aller magischen Abläufe in Andurien während der Direktor sogar ein Mitglied des königlichen Rates war.




