
1.0Allgemeines
2.0Hierarchien
3.0Ausbildung
4.0 Traditionen
5.0 Historische Hintergründe
1.0 Allgemeines
Als das andurische Reich gegründet wurde ließen sich die garanischen Reiter in der ehemaligen Schutzfeste zu Humberton nieder. Hier begannen sie ihre Traditionen neu aufzulegen und gründeten offiziell die "Andurische Legion." In den folgenden Jahren ließ die Legion die fast zerstörte Feste neu aufbauen. Unter den Schutz der Reiter bildete sich am Fuße der Feste eine kleine Ortschaft, die den Namen der Feste übernahm. Zusätzlich begann die Legion damit, neue Rekruten aufzunehmen und sie zu Söldnern auszubilden.
Humberton entwickelte sich im Folgenden zu einem Ort, in dem Diebe, Tagelöhner und kaufbare Klingen Unterschlupf fanden. Die Legion wuchs zusätzlich indem sie Rekruten aus ganz Mithrandar einzog. Nur kurze Zeit nach der Öffnung der Portale erhielt die Legion den offiziellen Auftrag vom andurischen König, bei der Sicherung der Gebiete nördlich von Camelot zu assistieren. Der seit Jahren gültige Vertrag umfasst hierbei Humberton, Ludlow und die Schwarzflussbrücke. Rahman ibn-Shan gilt als offizieller Kriegsherr der andurischen Legion.
Die Legion und die Krone
Der damalige Vertragsabschluss hatte, wie man munkelt, mehrere Gründe. Zum einen brauchte der König mehr Schutzkräfte, da er viele seiner Soldaten auf Expeditionen zu den neuen Kontinenten entsandt hatte. Zum anderen sagt man, dass die Legion zudem viele Geschäfte am Rande der Legalität betreibt. So sagt man, dass die Legion selbst eine florierende Diebesgilde unterhalten soll, die nicht nur mit Gütern, sondern auch Informationen handelt. Es scheint, als wäre der König hierbei seinerzeit auch einen Bund zu Gute seines Geheimdienstes eingegangen.
Der Handel soll so ausgesehen haben, dass der König der Legion das betreiben einer Diebesgilde für einen gewissen Informationsaustausch erlaubt. Zudem wurden die Ausmaße des Diebstahls angeblich genau abgegrenzt. Der Legion blieb angeblich kaum eine andere Wahl als dieses lukrative Geschäft zu akzeptieren um nicht größtenteils am Galgen zu hängen. Man munkelt, dass die Legion somit ein "halblegales" Netzwerk von Dieben, Hehlern und Informanten besitzt, das jedoch in der Auswahl seiner Ziele beschränkt ist. Der König hält somit inoffiziell sogar das Instrument zur Kontrolle der Kleinkriminalität in Andurien unter Kontrolle. Dies ist jedoch den Bürgern von Andurien unbekannt. Lediglich ein paar Gerüchte machen ab und an, in den dunklen Gassen Camelots, ihre Runde.
2.0 Hierarchien
Inshar: andurisch: Klingenneuling; Kämpfer, die zu Söldnern ausgebildet werden, erhalten den Rang eines Inshar. Sie sind die Neulinge in der Legion.
Ramshar: andurisch: Klingenträger; ausgebildete Söldner erhalten diesen Titel.
En-Ramshar: andurisch: älterer/höherer/erfahrener Klingenträger; erfahrene Söldner erhalten diesen Titel.
In-Sinshar: andurisch: angehender Klingenmeister; Söldner, die zum Legionär ausgebildet werden erhalten diesen Titel. Lernen im Laufe ihrer weiterführenden Ausbildung.
Sinshar: andurisch: Klingenmeister; ausgebildete Legionäre erhalten diesen Titel.
Ener-Sinshar: andurisch: Hoher Klingenmeister; der Ener-Sinshar führt Legionäre und Söldner ins Feld. Er kommandiert kleinere und mittlere Einsätze. Er bildet ebenfalls In-Shinshar zu Sinshar aus.
Durkam: andurisch: Kampfherr, Herr des Kampfes; die direkten Untergebenen des Kriegsherrn. Sie leiten größere Einsätze und verwalten einzelne Abteilungen der Legion.
Rashkam: andurisch: Kriegsherr, Herr des Krieges; der Anführer der Legion. Derzeit ist dieser Posten durch Rahman ibn-Shan besetzt.
3.0 Ausbildung
Ausbildungswege:
1. Kämpfer -> Söldner -> Legionär
2. Schurke -> der Öffentlichkeit nicht bekannt
Die Legion in Mithrandar bildet Kämpfer zu Söldnern und fortschreitend zu Legionären aus, während ihre Diebesgilde Schurken zu professionellen Dieben und Spionen ausbildet. Man munkelt jedoch, dass es noch einen weiteren dunklen Ausbildungszweig innerhalb der Diebesgilde gibt. Söldner lernen in ihrer Ausbildung vor allem den Umgang mit Schwertern und Schilden. Hauptsächlich tragen sie Kettenrüstungen. Sie erhalten eine sehr eingeschränkte Ausbildung im Bezug auf militärisches Wissen und erhalten zusätzlich eine Einweisung im Umgang mit Bögen. Die weiterführende Ausbildung zum Legionär vertieft das militärische Wissen und lehrt den Umgang mit traditionellen Kampftaktiken der Garaner. Diese Kampftaktiken umfassen auch den Kampf mit zwei Waffen. Jeder Söldner erhält beim Eintritt in die Legion einen Krummsäbel der Legion. Beim Aufstieg zum Legionär wird dieser durch einen Krummsäbel ausgetauscht, der mit den eigenen Namen verziert ist. Die Ausbildungen zum Söldner und zum Legionär werden in Humberton abgehalten.
Über die Ausbildung innerhalb der Diebesgilde ist nur sehr wenig bekannt. Man weiß nicht genau, wo diese abgehalten wird. Was die Ausbildung der Spione angeht ist ebenfalls kaum etwas bekannt. Die genauen Inhalte sind zwar unbekannt, dennoch sind der Umfang dieser Berufe wohl selbst sprechend.
4.0 Traditionen
Viele der Traditionen, der Söldnerheere aus dem fernen Garanien, sind noch heute in der Legion wieder zu finden. Diese Traditionen gelten auch teils als Gesetze:
1. In Garanien ist nicht Alornus Hauptgott, sondern Haras. Dieser wird innerhalb der Legion sehr stark verehrt.
2. Bei Vertragsabschluss wird nicht nur nach Geld, sondern auch nach politischen Machtverhältnissen entschieden.
3. Vertragsschulden werden zweimal gemahnt. Danach fordert man einen so genannten Blutzoll.
4. Kämpfen zwei Herren, die Söldner unterhalten, gegeneinander, so wird die Schlacht ausschließlich unter den Söldnern ausgetragen (die sog. Söldnerehre).
5. Sollten sich Macht- und Geldverhältnisse ändern, so kann ein Söldner auch seinen Herren verraten um eine bessere Position zu erhalten.
6. Vor jeder großen Schlacht, tritt der Kriegsherr des Söldnerheers hervor und spricht einen knappen Reigen an Haras.
7. Nach einer gewonnen Schlacht wird stets ein Banner der Legion am Ort des Kampfes aufgestellt. Das Banner ist mit der Vorderseite zur garanischen Hauptstadt gerichtet.
8. Beim Zweikampf zwischen Söldnern und Legionären, werden Krummsäbel verwendet. Diese Krummsäbel sind persönliche Waffen, welche die Söldner beim Eintritt in die Legion erhalten.
9. Wenn die Macht von einen zum anderen wandert, dann wandere mit ihr.
10. Der Söldner setzt zwar die Befehle seiner Herren um, achtet hierbei jedoch darauf, dass er sie auch überlebt.
11. Merkt man, dass der Auftraggeber ein Betrüger ist, so ist es kein Verbrechen sich gegen ihn zu wenden.
12. Ein unbemerktes Verbrechen ist kein Verbrechen.
13. Nekromantie ist aus unbekannten Gründen verhasst.
14. Macht und Reichtum werden angemessen zur Schau gestellt.
15. Kein Riinam (Untergebener) darf den Reichtum seines Daanam (Vorgesetzten, Vorstehers) übertreffen.
5.0 Historische Hintergründe
Die Herkunft der Legion ist den herkömmlichen Bürger Anduriens eher unbekannt, da die Mitglieder dieser "Gesellschaft" vieles über die eigene Geschichte verschweigen. Bekannt ist jedoch, dass sie ihren Ursprung im fernen Garanien hat, wo die Legion, nach Aussagen garanischer Reiter, großen Einfluss besitzt.
Um die Geschichte der Legion vollständig verstehen zu können, muss man ebenso Teile der garanischen Kultur kennen. Garanien, die Heimat der Garaner, ist ein fernes Wüstenreich, welches sich seiner Zeit nicht dem andurischen Königreich anschloss. Dies beruhte zum einen darauf, dass Garanien weit im Südwesten des andurischen Kontinentes liegt und nur sehr schwer zu erreichen ist. Das garanische Volk blieb im Laufe seiner Geschichte daher auch von den andurischen Kriegen unberührt. Zum anderen gab es, auch durch die Distanz, bisher nur sehr wenige Kontakte zum Wüstenreich selbst. Die wenigen Garaner, die sich zur Zeit der letzten andurischen Kriege Anduros I anschlossen, waren selbst nur reisende Mitglieder der Legion, die sich wohl aufgrund von Handel, Erforschung oder gar Eroberung so weit von ihrer Heimat herumtrieben. Die genauen Gründe mögen jedoch nur Anduros selbst und die Garaner gekannt haben. Ebenso schleierhaft bleibt den andurischen Bürger der Grund, warum sich die Garaner letzten Endes den Truppen der Lordschaften anschlossen um Lord Rigar zu bekämpfen.
Aus den Erzählungen einiger Garaner ist jedoch bekannt, dass es im Wüstenreich Garanien kein stehendes Heer gibt, welches vom garanischen Kalifen oder einem seiner Visiere gehalten wird. Vielmehr unterhält das Reich Söldnerkompanien die unter der Verwaltung mächtiger Kriegsherren stehen. Die Visiere der einzelnen Städte heuern hierbei die jeweiligen Kompanien an, wobei der Kalif natürlich über alle Änderrungen in der Landesverteidigung informiert wird. Da Garanien kein stabiles Reich wie Andurien ist, kommt es auch oft zu Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Städten. Diese Konflikte werden jedoch traditionell zwischen den einzelnen Söldnerheeren ausgetragen. Verrat und politische Intrigen sind in diesem Reich, dass von Geld und Macht kontrolliert wird, keine Seltenheit.
Warum die Garaner es vorziehen Söldnerheere zu halten, anstelle eine feste und getreue Armee aufzustellen scheint zum einen eng mit ihren Traditionen verbunden zu sein. Zum anderen dient es wohl zur Darstellung ihres Reichtums und ihrer Macht. Es sei jedoch erwähnt, dass die garanischen Söldnergilden nicht nur die Aufgaben einer Garde oder Armee übernehmen. Sie dienen auch gegebenenfalls mit Spionen, Meuchelmördern und Dieben. Die garanischen Söldnergilden sind sehr eng mit den Traditionen verbunden, die in Garanien bei den Auseinandersetzungen zwischen den Kompanien gelten.




