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Kirche
Kirche4


1.0 Allgemeines
2.0 Ränge
3.0 Ausbildung
4.0 Leitsätze
5.0 Riten und Zeremonien
6.0 Reliquien und Artefakte
7.0 Historische Hintergründe


1.0 Allgemeines

Von den zwölf vorhandenen Himmlischen werden in Camelot offiziell
Alornus, als Vater aller Himmlischen und Erschaffer von Andurien
Paralas, als Himmlischer des Mutes, der Rechtschaffenheit und des ehrenvolles Kampfes, Bephis, als Himmlischer der Händler und
Belmara, als Himmlische der Liebe, der Leidenschaft und der Heilung verehrt.

Alle Ordensbrüder sind Mitglieder der einen großen Kirche Camelots, unabhängig der Himmlischen, welche sie bevorzugen. Ordensbrüder sind häufig einem bestimmten Himmlischen mehr zugetan als einem anderen und widmen ihr Leben einem Himmlischen. Diesen Zusammenschluss nennt man Orden.


2.0 Ränge

Hohepriester: Der höchste Rang innerhalb der Kirche in Camelot wird vom Hohepriester besetzt. Er gilt als Auserwählter des Alornus und organisiert die Geschicke der gesamten Kirche Camelots. Ihm stehen Berater aller Bevölkerungsgruppen zur Seite. Der Hohepriester wird aus den Reihen der Ordensmeister, der höchsten Vertreter der einzelnen Orden, erwählt und bleibt dies bis zu seinem Lebensende.

Ordensmeister: Innerhalb der Orden ist der Ordensmeister das Oberhaupt des Ordens selbst und darf über den ihm unterstellten Orden entscheiden und auch Gericht über ihm unterstellte Ordensbrüder halten. Außerdem gehört auch der Ordensmeister zu den Beratern des Hohenpriesters.

Priester: Die Priester stehen direkt unter dem Ordensmeister und aus ihren Reihen wird jener vom gesamten Orden erwählt. Die Priester sind für die geistliche Fürsorge des Volkes zuständig. Sie dürfen Messen und Zeremonien abhalten, die Beichte abnehmen und Segnungen durchführen. Der Ordensmeister bestimmt, welche Ordensbrüder die Weihe zum Priester empfangen dürfen.

Ordensbrüder: Die Ordensbrüder bilden die größte Masse. Sie sind für die Pflege der Gärten, der Sauberkeit in den kirchlichen Gebäuden und für die Versorgung aller Mitglieder des Ordens zuständig.

Novizen: Den niedrigsten Rang bekleiden die Novizen. Diese sind die Auszubildenden der Kirche. Jedem Novizen wird ein Ordensbruder zugewiesen, welcher sich um den Novizen kümmert, ihm Arbeit aufträgt und ihm lesen und schreiben beibringt. Nach etwa drei Jahren wird der Novize aus dem so genannten Noviziat entlassen und wird fortan als Ordensbruder angesehen und auch so behandelt.


3.0 Ausbildung

Kirche1Wenn man als junger Novize der Kirche beitritt hat man die Möglichkeit, sich zum Ordensbruder oder Priester ausbilden zu lassen. Diese Ausbildungen finden unter der Leitung eines Ordensmeisters statt. Der Ausbildungsort in der mithrandischen Provinz ist hierbei die Kathedrale Sanct Anduros in Camelot. Der Abschluss der Ausbildung wird feierlich innerhalb der Kathedrale beendet. Im Folgenden wird ein Zug von Gläubigen, zusammen mit den neuen Wissenden und Erwählten, Camelot verlassen und zu Anduros Schrein pilgern, wo jeder Neuling einen eigenen Schwur auf seinen Dienst bei der Kirche abhalten wird. Die Worte der jeweiligen Novizen werden im Buch des Schwures festgehalten, welches in diesem kleinen Schrein ausliegt. Anduros selbst ließ damals diesen Schrein erbauen, um neue Gläubige den Schwur zu ermöglichen, als die Aufbauten der Sanct Anduros Kathedrale noch nicht abgeschlossen waren. Seitdem ist das Gebet in diesem Schrein eine alte und bisher ungebrochene Tradition.

Jede Amtserhebung wird im Folgenden in diesem Schrein zelebriert, auch wenn der Schwur nur einmal bei Abschluss abgelegt wird. Neue Paladine haben bei ihrer Erhebung zum Streiter ebenfalls diesen Schwur abzulegen.

Die Ausbildung der Paladine findet innerhalb Mithrandar ebenfalls in Sanct Anduros statt. Die Paladine haben, wie gesagt, dieselbe Zeremonie zu durchlaufen. Ihre Ausbildung beschäftigt sich zum einen mit der Freilegung geringer klerikaler Fähigkeiten sowie mit intensiven Studien über die Leitsätze der Kirche.


4.0 Leitsätze

I. Du sollst Alornus dankbar sein, für seinen Schutz und seine Behütung.
II. Du sollst Alornus niemals verraten.
III. Hüte dich vor Xaurons Fängen.
IV. Du sollst die Ehre deiner Mitmenschen respektieren.
V. Du sollst weder stehlen noch töten.
VI. Du sollst einen anderen Menschen, als Menschen, und nicht als Mittel zum Zweck behandeln.
VII. Du sollst dem Ehebund treu sein.
VIII. Du sollst dich nicht im Übermaße dem Rausch hingeben.
IX. Du sollst die heiligen Orte dieses Landes in Ehren halten.
X. Du sollst deine Herren nicht verleugnen.
XI. Du sollst dem Schöpfer dankbar für dein Leben sein.
XII. Du sollst die Diener der Herren mit Respekt behandeln.


5.0 Riten und Zeremonien

Die Taufe: Jeder Gläubige hat das Recht, die Taufe zu empfangen. Diese stellt die Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen dar. In der Regel findet die Taufe im Kindesalter statt, aber erst wenn das Kind selbst in der Lage ist zu entscheiden ob es das auch wirklich will. Somit ist der Täufling etwa sechs oder sieben Jahre alt. Nach der Zeremonie findet meist ein ausgelassenes Fest statt, welches von der Familie des Täuflings veranstaltet wird.

Der Segen: Bei jeder Messe spricht der Priester nach der Predigt den Segen über die Gemeinde. Dies soll sie in ihrem Glauben an die Götter stärken und ihnen helfen, auf dem richtigen Pfad zu wandeln.

Die Weihe: Jeder Novize erhält nach Abschluss des Noviziates eine erste Weihe. Mit Abschluss dieser Zeremonie wird er offiziell als festes Mitglied im Orden aufgenommen und hat somit alle Rechte und Pflichten eines Ordensbruders. Ab diesem Zeitpunkt ist er selbst für sein Handeln verantwortlich.

Priesterweihe: Wird ein Ordensbruder zum Priester ernannt, erhält er eine zweite Weihe, die so genannte Priesterweihe. Diese verleiht ihm die Rechte und Pflichten eines Priesters und mancher Gläubige munkelt, diese Weihe statte den Priester mit besonderen Fähigkeiten aus.

Alornus Weihe: Wird ein neuer Hohepriester ernannt, so erhält dieser die große Weihe des Alornus. Während die beiden anderen Weihen eher kurz abgehalten werden, schließen sich bei dieser Weihe der neue Hohepriester sowie die Ordensmeister eine Woche lang ein und meditieren. Niemand darf während dieser Zeit das Heiligtum der Kathedrale in Camelot betreten. Nach dieser Woche findet innerhalb der Kirche ein reichhaltiges Mahl mit anschließendem Fest statt.


6.0 Reliquien und Artefakte

Das Schwert des Paralas
Dieses Schwert gleicht einem gewöhnlichen Anderthalbhänder. Es ist schmucklos und schartig. Paralas selbst soll es in der Schlacht gegen die untoten Lords geführt haben, bevor er von Alornus zum Gott erhoben wurde. Das Schwert wurde nach der Schlacht zerbrochen geborgen. Auf Grund der vermeintlichen Mächtigkeit dieses Artefakts weigert sich der Orden des Paralas, in dessen Händen sich das Schwert befindet, dieses Schwert neu zu schmieden. Sie fürchten, dass das Schwert in den falschen Händen zu großen Schaden anrichten kann, als dass es vertretbar wäre, es zusammenzufügen.

Die Träne Belmaras
Fast unscheinbar mag diese Kristallphiole im Arzneischränkchen des Belmara Ordens wirken. Sie ist ungefähr 15 Halbfinger hoch und mit einer durchsichtigen, leicht silbrig schimmernden Flüssigkeit gefüllt. Diese Flüssigkeit holt einen kürzlich Verstorbenen aus Xaurons Reich zurück in die Welt der Lebenden. Dazu muss dem toten Körper der gesamte Inhalt der Phiole verabreicht werden. Immer am ersten Tag des Frühlings füllt sich die Phiole erneut.


7.0 Historische Hintergründe


Kirche2Wenig ist über die Gründung der Kirche bekannt. Dennoch sagt man, dass die Menschen Anduros dankbar für ihre Erschaffung waren. So begannen die ersten Menschen, im fruchtbaren und blühenden Mithrandar des 4. Zeitalters ihren Himmlischen mit Gebeten und Riten für ihr Glück zu danken. Man sagt, dass ein König der mithrandischen Erbfolge um ZA4 J2800 die mithrandische Kirche ausrufen ließ. Alornus soll sich so sehr über die Errichtung dieser Institution gefreut haben, dass er den Menschen zusprach, ihn jederzeit über die Gebete seiner geweihten Priester um einen kleinen Teil seiner Macht zu bitten. Dieser Zeitpunkt gilt als Geburt der klerikalen Magie in Andurien. Obwohl der genaue Tag nicht überliefert ist, feiert die Kirche noch heute am 1. Alornus eines jeden Jahre, ihren Entstehungstag. König Mithra V., der in den alten Schriften als Begründer der mithrandischen Kirche benannt wird, ist seither auch als der heilige König bekannt. Er ist der erste Schutzheilige der Kirche und wird auch Sanct Mithra genannt.

In den kommenden Jahren machte die Kirche in ihrem Wesen und ihrer Verbreitung große Fortschritte. Die Menschen waren dankbar für Alornus' Gaben und bauten ihm eine große Kathedrale, die Campista. Man sagt, dass hier die größten Messen und hingebungsvollsten Gebete aller Zeiten abgehalten wurden. Das Gedeihen der mithrandischen Kirche sollte jedoch später, als die Streitereien zwischen den Lords begannen, ein Ende finden. Als der mithrandische Krieg ausbrach, zogen viele Priester und Ordensbrüder auf die Straßen, um das untote Gefolge von Rigar zu bekämpfen. Man sagt, dass jene, die sich besonders gut schlugen, von Alornus selbst zu den ersten Paladinen erhoben wurden. Dennoch vermochte auch die Kirche nichts gegen die zahlenmäßige Überlegenheit von Rigars Horden zu entrichten.

Zum Ende des Bürgerkrieges lag die Campista in Schutt und Asche. Heilige Schätze wurden entweiht, geplündert oder blieben gänzlich verschollen. Lediglich Lord Veremus und seinem Gefolge gelang es, eine geringe Anzahl an Schätzen und Lehrschriften sicherzustellen. Im Folgenden sollte Vereman das kirchliche Erbe des Sonnenlandes mit sich tragen.

Es sei noch erwähnt, dass das mithrandische Volk sehr gläubig und devot gegenüber Alornus war. Vergleichbare Ausmaße sind, zu dieser Zeit, nur noch in Vereman zu finden. Auch heute noch ist Alornus der Haupt-Himmlische der Menschen, den man, natürlich auch neben anderen Himmlischen, verehrt. Das alte Insignium der Kirche ist die brennende Sonne, die Alornus darstellen soll.

Vereman – Das heilige Land

Lord Brandis Veremus, Retter des Kulturgutes der mithrandischen Kirche, nahm, wie gesagt, viele heilige Gegenstände und einen Großteil der alten Gebetstexte an sich. Als Vereman gegründet wurde und man die gleichnamige Hauptstadt errichtete, ließ der gesegnete Lord eine Kathedrale erbauen. Zwar nahm man sich die Campista zum Vorbild, erreichte aber nicht ihre Großartigkeit die, durch den damals großen Reichtum des mithrandischen Reiches, alles zu Überscheinen schien. Die neue Kathedrale wurde, zu Ehren des Heiligen Königs, auf Sanct Mithra getauft. Diese Kathedrale existiert auch heute noch und gilt als größte und schönste Kathedrale in ganz Andurien. Vereman ist dadurch heute der größte Knotenpunkt für den mithrandischen Glauben und gilt als "Heilige Stadt." Unter den Büchern, die Lord Brandis Veremus aus Mithrandar mitnahm, befand sich auch das "Mithrandische Manifest der Heiligen." Dieses Buch umfasst die meisten verbliebenen Geschichten und Leitsätze, die aus dem mithrandischen Königreich gerettet werden konnten. Man nennt es auch "Die Heilige Schrift."

Während die anderen Lordschaften zwar ein gewisses Maß an Glauben beibehielten, verfielen doch trotz allem die engen Bindungen zur Kirche. Es gab zwar kleine Gotteshäuser und Kapellen, aber die Großartigkeit der veremanischen Hingabe zu Alornus konnte in diesen Kirchen nicht erreicht werden. Somit bauten Verehrung und Frömmigkeit gegenüber Alornus in den anderen Lordschaften, nach und nach ab.

In Vereman hingegen, erklärte man die Kirche zur ersten Instanz der Lordschaft. Die gesamte Lordsfamilie des Reiches bestand aus hohen Erwählten und strengen Gläubigen. Zudem schuf Lord Brandis Veremus eine neue kirchliche Ordnung, die bis heute noch in ihrer Struktur vertreten ist. Lord Brandis Veremus, der ebenfalls der erste Erleuchtete der mithrandischen Kirche in Vereman war, gilt für seine großen Dienste an der Kirche als 2. Schutzheiliger. Die Kirche beruft sich auf ihn als der "Gesegnete Lord." Er wird ebenfalls Sanct Brandis genannt.

Als Rigars Horden im dritten Andurischen Krieg versuchten, Vereman zu erobern, war es den Paladinen und Erwählten der Kirche zu verdanken, dass man sich lange Zeit gegen den Feind zur Wehr setzen konnte. Die tobende Schlacht um Vereman ist auch von Historikern der Kirche im Buch "Die Streiter des Herren" ausführlich dokumentiert.

Nach der Befreiung von Vereman wurde Anduros der Eine bekanntlich zum Paladin der mithrandischen Kirche ernannt. Fortan zogen auch die Streiter Veremans unter seinem Banner in die Schlacht. Der letzte andurische Krieg wird von der mithrandischen Kirche auch "Der Heilige Krieg" genannt, da er die Zerstörung von Rigar umfasst.

Der "Tag des Aufstiegs" an dem Bephis, Belmara und Paralas zu Himmlischen erhoben wurden, sowie die Einung aller Menschenvölker, machten es notwendig, dass im Folgenden eine Reformation der Kirche angestrebt wurde.

Die Reformation

Nach dem Sieg über Lord Rigar wurde Anduros I., wie bekannt, zum andurischen König gekrönt. Da nun alle andurischen Völker wieder unter dem Banner eines Königs vereint waren, war es notwendig, einige Änderungen an der Kirche selbst vorzunehmen. Die Änderungen gingen nur deshalb unproblematisch voran, weil Anduros I. sie selbst in die Hand nahm. Die Entscheidungen des großen Paladins, der den ketzerischen Lord Rigar zu Fall brachte, galten zu dieser Zeit mehr, als die der Ordensmeister in Vereman.

Im Folgenden wurden die teils extremen Haltungen der damaligen Kirche ein wenig entschärft. Zudem wurde Paralas zu einem wichtigen Himmlischen für die Streiter der Kirche. Der Himmlische des edlen Heldenmutes wird vor allem von vielen Paladinen verehrt und gilt teilweise als Schutzpatron der Paladinorden.

Des Weiteren fanden viele Menschen zur mithrandischen Kirche zurück. Auch wenn sich die Ideale und Glaubensarten der Kirche nicht sonderlich bei Lorthinern, Kathamern und Garanern durchsetzen konnte, so waren doch ab und an einige Gläubige unter ihnen zu finden. Auch die Akzeptanz der Kirche wandelte sich. Menschen mit anderem Glauben wurden nicht länger als Ketzer angesehen. Auch die strengen Vorschriften zur Verehrung von Alornus wurden gelockert.

Zur Besiegelung der Reformation wurde die neue Campista in Camelot erbaut. Diese große Kathedrale ist zwar herrschaftlich und schön, vermag es aber nicht, sich mit Sanct Mithra zu messen. Die neue Campista wurde auf den Namen des großen Reformators und Einen, Anduros, getauft und heißt seitdem Sanct Anduros.

Anduros I. selbst, wurde nach seinem Tode zum dritten Schutzheiligen der Kirche ernannt. Er gilt als Sanct Anduros, "Der Heilige Streiter."
Dark Age of Camelot, Shrouded Isles, Trials of Atlantis, Catacombs, Darkness Rising, Labyrinth of the Minotaur,
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